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Ratgeber: Zecken richtig entfernen bei Hund und Katze

Das sollten Sie beim Zecken entfernen beachten

Sie lauern überall und warten darauf, sich auf einen geeigneten Wirt zu stürzen und sich an dessen Blut zu nähren. Die Rede ist nicht von Vampiren, sondern von Zecken. Von ihnen übertragene Krankheitserreger sind nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere gefährlich. Dabei sind Hunde ein beliebtes Opfer der Blutsauger. Über das richtige Entfernen von Zecken tummeln sich viele Mythen und Weisheiten. Wir erklären Ihnen, was Sie bei der Zeckenentfernung beachten sollten und räumen mit den Irrtümern auf.

Zecken können für den Hund gefährlich werden.Wo und zu welcher Jahreszeit sind Zecken aktiv?

Zecken sind keineswegs Tiere, die auf Bäumen sitzen und sich herunterfallen lassen, sobald ein Mensch oder Tier unter den Ästen steht. Sie sitzen auf Gräsern und Büschen, im Wald, Feld oder Stadtpark. Kommt ein potentieller Wirt vorbei, streifen sie sich vom Gras oder Strauch ab und setzen sich auf der Haut ab. Dort ernähren sie sich bis zu 15 Tage lang und lassen sich vollgesaugt wieder fallen. Aktiv werden Zecken bereits ab 7°C. Bei niedrigeren Temperaturen fallen sie in Winterstarre. Besonders an warmen Tagen, nach einem Regenschauer, ist Vorsicht geboten. Schwüles Klima mögen Zecken besonders.



Kann man dem Zeckenbefall vorbeugen?

Antiparasitika werden in Tropfenform auf den Nacken des Tieres aufgetragen und ermöglichen das Absterben der Zecke spätestens beim Blutsaugen. Auch spezielle Hundehalsbänder haben sich gegen die robusten Blutsauger bewährt. Beides sollte aber in Absprache mit dem Tierarzt verwendet werden. Manche Stoffe, die für Hunde in Ordnung sind, sind für Katzen giftig. Ein hundertprozentiges Mittel gegen Zecken gibt es jedoch nicht. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Liebling nach jedem Freigang gründlich abzusuchen. Zecken sind oft dort, wo Menschen sie nicht vermuten würden.


Warum sind Zecken gefährlich?

Zecken sind Überträger von Krankheiten. Auf der Welt gibt es über 900 Zeckenarten und einige übertragen FSME, Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Babesiose (Hundemalaria). Die Krankheitserreger gelangen über den Speichel oder den Darm der infizierten Zecke in den Organismus und können beim Wirt schlimme Symptome verursachen. Borreliose wird vom gemeinen Holzbock übertragen. Diese Zeckenart kommt in Deutschland am häufigsten vor. Ein Lichtblick ist, dass es eine vorbeugende Impfung für Hunde gibt. Das Risiko der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, besteht nicht nur im Frühsommer. Bei Hunden und Pferden kommt eine Infektion mit den Viren jedoch seltener vor als beim Menschen. Katzen scheinen immun zu sein, jedenfalls ist bis heute kein Fall einer erkrankten Katze bekannt.


Warum sind Zecken so hartnackig zu entfernen?Zecken kommen überall in Deutschland vor.

Zecken haben am Kopf einen Stechapparat mit Widerhaken und Stechrüssel. Die Widerhaken werden genutzt, um sich fest in die Haut des Opfers zu verankern. Zusätzlich produzieren einige Zeckenarten einen Klebstoff, der für Standhaftigkeit sorgt. Das tückische an Zeckenbissen ist, dass sie oft unentdeckt bleiben. Während dem Stich der kleinen Blutsauger wird auch ein Betäubungsmittel übermittelt. Dieses befindet sich im Speichel. Der Wirt spürt den Zeckenbiss dadurch nicht und die Zecke bleibt unentdeckt.


Zecken bei Hunden und Katzen richtig entfernen: Drehen oder Ziehen?

Egal für welches „Zeckenziehwerkzeug“ Sie sich entschieden haben. Diese Grundregeln, gelten für alle Varianten:

  • Das Fell vorsichtig auseinanderziehen, um die Zecke freizulegen und dem Tier keine Haare auszureißen.
  • Die Zecke so nah an der Haut wie möglich zu greifen bekommen.
  • Sie nicht ruckartig herausziehen oder zerquetschen.
  • Die Zecke niemals herausdrehen, sondern senkrecht aus der Haut ziehen.
  • Leichte Hin- und Herbewegungen lösen den Widerhaken des Stechapparats.
  • Nach der Entfernung die betroffene Stelle säubern und desinfizieren.

Ob Sie sich nun für eine Zeckenzange, Zeckenkarte, Pinzette oder Zeckenlasso entscheiden, ist Ihnen überlassen. Richtig angewendet, entfernen alle zuverlässig die Zecke aus dem Körper.

Tick Key Zeckenentferner für Tiere

Der Tick Key Zeckenentferner – die sicherste Art und Weise der Zeckenentfernung

Es gibt keine bessere Variante, die Zecke vollständig zu entfernen als mit dem Tick Key. Die v-förmige Auslassung greift den Zeckenkopf zuverlässig auf und entfernt den Blutsauger ohne dass die Zecke zerdrückt wird. Mit einer leichten Hebelwirkung löst sich der Stechapparat vom Körper des Wirtes. Der Vorteil gegenüber der Zeckenkarte ist, dass der Tick Key auch bei kleinen Zecken anwendbar ist. Zudem lässt er sich an jedem Schlüsselbund anbringen. So haben Sie den nützlichen Zeckenentferner automatisch bei jedem Gassi gehen dabei.


Wann sollte die Zecke entfernt werden?

Nach einer entdeckten Zecke sollte sie möglichst schnell entfernt werden. Wenn Sie noch unterwegs sind und kein Zeckenentferner dabeihaben, müssen Sie aber nicht sofort den Spaziergang beenden. Die Infektion mit Borreliose-Bakterien beginnt erst nach 12-24 Stunden nach dem Zeckenbiss. FSME-Viren werden durch den Speichel der Zecken sofort übertragen. Besser ist es jedoch, auch während dem Rundgang im Freien Zeckenzange und Co. griffbereit zu haben, um die Zecke an Ort und Stelle zu beseitigen.


Wohin mit der entfernten Zecke?

Die entfernte Zecke kann auf zwei Weisen effektiv getötet werden. Entweder man erstickt sie in 40%igen Alkohol, Chlorreiniger oder Sagrotan oder zerquetscht sie. Das Zerquetschen sollten sie aber nicht mit der bloßen Hand erledigen. Um den Kontakt mit Körperflüssigkeiten der Zecke zu vermeiden, raten wir, sie in ein Taschentuch oder Papier zu wickeln. Anschließend zerdrücken sie die Zecke mit einem Glas oder Stein. Lebende Zecken sollten Sie niemals in die Toilette werfen. Forschungen haben gezeigt, dass Zecken unter Wasser (und sogar im Schleudergang der Waschmaschine) problemlos überleben können.


Was passiert, wenn Teile der Zecke in der Haut stecken bleiben?

Ein weiterer Mythos, der sich hartnäckig in den Köpfen festgesetzt ist, ist der, des steckenbleibenden Zeckenkopfes. Falls Sie nach der Zeckenentfernung feststellen, dass sich noch Teile der Zecke in der Haut befinden, bewahren Sie Ruhe. Entgegen vieler Meinungen bleibt nicht der gesamte Kopf stecken, sondern es handelt sich lediglich um die Stechapparate der Zecke. Diese alleine sind für eine Übertragung von Krankheitserregern ungefährlich. Nach einiger Zeit stößt der Körper die feststeckenden Zeckenteile von selbst ab.

Hunde sind vom Zeckenbefall besonders betroffen

Hausmittel gegen Zecken – funktioniert das wirklich?

Finger weg von Knoblauch, Zitronella, Öl, Benzin, Alkohol, Klebstoff und Nagellack! Der Irrglaube, dass sich damit Zeckenstiche vorbeugen und Zecken sicher entfernen lassen, kann für Ihren Hund gefährlich werden. Wird die Zecke mit diesen Materialien konfrontiert, stirbt sie zwar, aber sie könnte sich vorher erbrechen. Durch das Erbrochene gelangen Darminhalte in die Bisswunde und die Gefahr der Infektionsübertragung erhöht sich.


Ihr Hund wurde von einer Zecke befallen und Sie sind sich nun unsicher, ob ein Risiko besteht?

Auch hier gilt: Ruhe bewahren. Bevor Sie den Hund zum Tierarzt schleppen, beobachten Sie ihn einige Tage und Wochen. Frisst er normal? Hat er Fieber oder lahmt? Ist die Einstichstelle angeschwollen und die Rötung will nicht verschwinden? Bei diesen Anzeichen sollten Sie unmittelbar den Tierarzt Ihres Vertrauens aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Zecken richtig entfernt werden.
Denken Sie bei jedem Spaziergang daran, Ihr Werkzeug für die Zeckenentfernung einzupacken und auch an den Zeckenschutz für Sie. Lange Kleidung und hohes Schuhwerk erschweren es den Zecken, sich auf Ihrer Haut abzusetzen.

Quelle: https://www.zecken.de